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Über uns



Entstehungsgeschichte des Vereins


2004 kamen wir, die Firma Casco, als Investoren nach Rumänien.
Von dem Problem mit Straßenhunden hatten wir zwar im Vornherein schon gehört, doch nun war es allgegenwärtig und damit auch sofort Bestandteil des Alltags. Es wurde unmöglich, sich dem Anblick der vielen herrenlosen, sich selbst überlassenen Kreaturen zu entziehen. Ihre Zahl wird, allein in Satu Mare, auf über 2000 geschätzt.

Eigeninitiative


Dass während des Baus unserer Fertigungshalle in Satu Mare die hochschwangere Hundedame Linda den Weg in die Baustelle fand und dort fünf Junge gebar, kann als wichtiges Schlüsselerlebnis gesehen werden. Mehr und mehr verstärkte sich der Wunsch, den Tieren zu helfen und ihnen ein angemessenes Leben zu ermöglichen. Wir wollten nicht mehr wegsehen und nicht nur das tun, was in der eigenen Macht stand. Uns war klar, dass dafür die Hilfe vieler Menschen nötig sein wird.

Tierliebe eine Frage der Mentalität!?

Bedauerlicherweise wird der Tierschutz seitens eines Teils der rumänischen Bevölkerung nicht sehr ernst genommen. Ämter und Behörden tun wenig, der Situation Herr zu werden. Die Ignoranz ist mancherorts groß.

Und das hat nicht zwangsläufig etwas mit der wirtschaftlichen Lage des Landes zu tun, auch wenn es gern als Ausrede verwendet wird. Denn Erfahrungen in anderen Ländern zeigen, wie tierlieb selbst und gerade ärmste Menschen sein können. Es ist also eher eine Frage der Mentalität, ob man den Tieren mit Respekt begegnet, sie als Freund des Menschen betrachtet oder sie verprügelt, verjagt, vergiftet.
Für viele stehen materielle Errungenschaften im Vordergrund, und die eigentlich wichtigen Dinge gehen im täglichen Streben nach einer -zweifelhaften- gesellschaftlichen Anerkennung unter. Die rumänischen Tierfreunde schaffen es leider nicht, dieses allgemeine Bild zu entkräften. Ihre Anzahl ist noch zu gering.

Erste Schritte

Auf dem Firmengelände von Casco errichteten wir eine erste Infrastruktur – ein Tierheim mit Stallanlagen, die mit Infrarotheizungen ausgestattet wurden und nun 32 Hunden Platz geben.
Versorgungsstation, Tierarztraum, Lagerraum und sanitäre Einrichtungen komplettieren die Anlage. 5 Hektar eingezäunten Landes bieten den Tieren genügend Auslauf. Die Nahrungsversorgung wird durch den Import von Tiernahrung aus Deutschland sichergestellt. Zudem wurde eine Vollzeit-Arbeitskraft eingesetzt, die die Hunde betreut, füttert und pflegt -
Ein Unterfangen, in das wir bis jetzt mehr als 100.000 Euro investiert haben, und dennoch bleibt es ein Tropfen auf dem heißen Stein.



Blick auf die Stallanlagen






Betreuerin Enikö im Innern der Anlage, von wo aus die Tiere gefüttert werden. Über Hinterausgänge gelangen sie auf die großen Freiflächen.


Gründung und Aufgaben des Vereins

Schaut man in die Augen der Hunde und erkennt man ihre Fortschritte, die sie bei der Wiedererlangung ihrer Würde täglich machen, weiß man, dass es der richtige Weg ist. Unser Engagement trug erste Früchte. Lokalpolitiker fingen an, sich für das Projekt zu interessieren und zeigten Kooperationswillen. Medien, wie das örtliche Fernsehen oder die Zeitung, griffen die Thematik auf und Einwohner, z.B. Tierärzte, konnten als Unterstützer gewonnen werden. Es ermutigte uns, einen Schritt weiter zu gehen und den Verein „112 für Tiere“, „112 pentru animale“ ins Leben zu rufen.




Rini schaut, ob in der Wohnung alles in Ordnung ist



Max und Maja, die zwei Verspielten


Er hat sich zur Aufgabe gemacht, den Menschen in Deutschland und Rumänien unser Anliegen näherzubringen und sie davon zu überzeugen, dass sich das Engagement für rumänische Straßenhunde lohnt. Verschiedene Patenschaften sollen die Bindungen zwischen ihnen und den Menschen stärken, auch mit dem Ziel, seriöse Besitzer für die stets umsorgten, gut angepassten, familienfreundlichen Tiere zu finden. In die Versorgung und Vermittlung stecken wir unser ganzes Herzblut!



 
 
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